Was geschieht bei der Uhren-Reparatur?

Wie funktioniert ein mechanisches Uhrwerk:

Durch das Drehen der Aufzugskrone wird über die Aufzugwelle, die Räder und Triebe des Aufzugsystems der Zugfeder Energie zugeführt. Das innere Ende der Feder ist mit dem Federkern verbunden, welcher sich beim Betätigen der Krone dreht. Ein Gesperr verhindert, dass sich der Federkern durch die sich spannende Feder zurückdrehen kann. Das äußere Ende der Feder ist am Federhaus befestigt und kann so, mittels der Spannkraft der aufgewundenen Feder, diese Kraft auf das nächste Rad im Getriebe weiterleiten.

Normalerweise ist dies das Minutenrad, auf dessen verlängertem Ende der Minutenzeiger sitzt. Das darauf folgende Kleinbodenrad und Sekundenrad leiten die Energie weiter an das Ankerrad. Durch diese mehrfache Kraftübertragung von Rad zu Rad (Trieb) liegt am Ankerrad bedeutend weniger Kraft an, als an dessen Ursprung, dem Federhaus. Schließlich leitet die Hemmung, mittels Ankerrad und Anker, die Energie in kleinen Stößen weiter, was sich als Ticken bemerkbar macht, auf das zeitbestimmende Schwingungssystem der Unruh mit der Spirale.

Die Hemmung einer mechanischen Armbanduhr leistet unglaubliches. Bei einer Schlagzahl von 28800 Halbschwingungen (tick's) in der Stunde ergibt dies mehr als eine Milliarde Kraftstöße in 4 Jahren ! 
Ein Punkt auf dem Reif der Unruh eines solchen Werkes würde im Lauf eines Jahres eine Wegstrecke von mehr als 4000 km zurücklegen. Jede Abweichung von der berechneten Frequenz durch Stöße, Temperatur und andere äußere Einflüsse bewirkt ein Falschgehen der Uhr.

Suchbegriffe:

Reparatur Sammlung Uhr